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  • Kochtöpfe: Qualitätsmerkmale und Materialien

    Mit dem richtigen Kochtopf gelingt das Kochen viel besser. Wir erklären die wichtigsten Qualitätsmerkmale und den Unterschied zwischen den verschiedenen Materialien.

    Hochwertige Kochtöpfe sind das Wichtigste, damit das Essen in der Küche gelingt: Wenn die Sauce schnell anbrennt, ist nicht immer eine zu hohe Temperatur daran schuld, sondern nicht selten auch Kochgeschirr, das einfach nicht hochwertig verarbeitet ist.

    Dampf beim Kochen Ein guter Kochtopf erleichtert das Kochen ganz wesentlich - hier im Bild: ein Kochtopf aus Edelstahl... Foto: Toa55 via Shutterstock.

    Kochen soll jedoch Spaß bereiten - und deshalb ist es wichtig, beim Kauf auf die richtigen Kriterien zu achten.

    Welches Material ist das richtige für Kochtöpfe?

    Kochtöpfe sind heutzutage in den verschiedensten Varianten erhältlich. Vor allem im Hinblick auf die Materialien sind die Unterschiede erstaunlich groß und beeinflussen natürlich auch die Zubereitung beim Kochen. Wofür du dich entscheidest, hängt im Großen und Ganzen von den eigenen Gewohnheiten in der Küche ab.

    Edelstahl

    Das heutzutage am meisten verwendete Material ist ohne Zweifel Edelstahl. Es überzeugt nicht nur durch Robustheit und eine leichte Handhabung, sondern sieht gleichzeitig auch sehr edel aus. Es ist relativ kratzfest und hat selbst mit starken Temperaturschwankungen keine Probleme. Zudem kann das Material einfach in der Spülmaschine gereinigt werden. Ein Nachteil ist allerdings, dass Edelstahl Wärme nicht optimal leiten kann - für einige Hobbyköche ist dies störend. Ausgleichen lässt sich dies allerdings recht gut mit sehr dicken Böden, wie beispielsweise aus Kupfer oder auch Aluminium.

    Stahlblech und Stahlkeramik

    Eine andere Lösung sind Töpfe, die aus Stahlblech bzw. Stahlkeramik gefertigt sind. Sie verfügen über eine sehr harte Schicht aus Emaille, die absolut resistent gegen Kratzer ist und damit unglaubliche Langlebigkeit beweist. Moderne Emaille ist deutlich robuster als die noch bis vor einigen Jahren einfache Emaille - heute sind Töpfe aus diesem Material in den verschiedensten Farben und Designs erhältlich. Sie sind problemlos zu reinigen und dürfen auch in der Spülmaschine gewaschen werden. Die Wärmeleitung und die Bräunung des Garguts ist bei Emaille oft intensiver als bei Edelstahl. Mit Emailletöpfen lassen sich die unterschiedlichsten Gerichte zubereiten - deshalb ist ein Kochtopf aus diesem Material ein wirklich universeller und langlebiger Helfer in der Küche.

    Gusseisen

    Gusseisen-Kochtöpfe sind ebenfalls für ihre hervorragende Wärmespeicherung bekannt. Zwar benötigen diese deutlich länger zum Aufheizen, allerdings geben sie diese Wärme dann konstant und vor allem gleichmäßig ab. Gusseisen-Töpfe sind bei entsprechender Pflege praktisch fast unzerstörbar. Wichtig ist jedoch, dass das Material nie in der Spülmaschine, sondern immer von Hand gereinigt wird. Zur Pflege kann es nach der Reinigung mit etwas Speiseöl eingerieben werden, damit das Eisen schön glänzend und gepflegt bleibt. In Töpfen aus Gusseisen lassen sich die verschiedensten Gerichte Garen und Schmoren.

    Aluminium

    Aluminiumtöpfe bieten den großen Vorteil, dass sie ein vergleichsweise sehr geringes Gewicht aufweisen und noch dazu günstig im Preis sind. Allerdings ist das Material anfälliger für Kratzer und Stöße, auch Dellen können bei unsachgemäßer Behandlung schneller entstehen. Weiterhin ist Aluminium nicht vollständig resistent gegen Säuren oder sehr salzhaltige Lebensmittel. Falls du dich für Aluminiumtöpfe entscheiden solltest, achte zumindest darauf, dass sie aus einer Materialmischung bestehen, die zum beispiel mit Magnesium oder auch mit Mangan angereichert ist. Weiterhin ist es wichtig, dass Alu-Kochtöpfe entweder speziell beschichtet, eloxiert oder auch emailliert sind. So kann es zu einem Allroundtalent in der Küche werden, mit dem man gerne seine Lieblingsspeisen zubereitet.

    Worauf muss ich bei der Qualität von Kochtöpfen achten?

    Qualität ist der wichtigste Faktor, wenn man neue Kochtöpfe kauft. Es gibt zwar immer wieder sehr viele Sonderangebote und Sets zu Schnäppchenpreisen auf dem Markt, allerdings handelt es sich dabei selten um echte Qualitätsware. Daher sollte auf verschiedene Kriterien geachtet werden, um auch sichergehen zu können, dass die Töpfe hochwertig sind.

    Grundsätzlich ist es immer zu empfehlen, sich direkt für hochwertige Kochtöpfe zu entscheiden: Auch wenn diese vielleicht ein bisschen mehr kosten, so können gute Töpfe durchaus ein Leben lang halten.

    Achte beim Kauf von Kochtöpfen zunächst auf die Materialauswahl und auf den Boden des Topfes. Er ist für den Kontakt zur Wärmequelle verantwortlich. Hochwertige Böden können die Wärme nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr gleichmäßig auf den Inhalt übertragen. Aluminium und Kupfer erfüllen diese Anforderungen besonders gut. Ein dicker Boden im Topf ist somit bereits ein erstes wichtiges Indiz für Qualität.

    Wichtig ist außerdem, dass der Boden möglichst plan auf der Herdplatte aufliegt, damit sich die Wärme optimal verteilen kann. Das Material dehnt sich in der Regel bei Hitze noch einmal aus, daher ist es völlig richtig und normal, dass sich Töpfe, wenn sie kalt sind, leicht zur Innenseite hin wölben.

    Für eine optimale Wärmeübertragung von elektrischen Herdplatten muss der Boden möglichst plan aufliegen. Da sich das Material beim Erhitzen ausdehnt, sollten Topf- und Pfannenböden im kalten Zustand leicht nach innen gewölbt sein.

    Ein weiteres wichtiges Kriterium sind darüber hinaus hochwertige Griffe. Sie sollten so geformt sein, dass sich der Topf gut anfassen lässt und zudem nicht heiß werden, wenn mit sehr hohen Temperaturen gekocht wird. Wenn sich die Griffe zu weit am oberen Rand des Topfes befinden, verbrennt man sich an heißem Dampf schneller. Achte auch darauf, dass die Griffe nicht zu eng am Topf befestigt sind, so dass man die Griffe auch mit dickeren Topflappen anfassen könnte. Idealerweise bestehen die Topfgriffe daher aus Kunststoff. Dieses Material leitet Wärme kaum und lässt sich noch dazu problemlos in der Maschine reinigen. Eine andere Lösung sind Griffe aus Keramik, wenngleich diese nicht so langlebig sind. Alle anderen Metallgriffe erwärmen sich recht schnell, lediglich Edelstahl lässt sich häufig noch bis zu einer gewissen höheren Temperatur ohne Topflappen berühren. Griffe, die angenietet sind, neigen dazu, sich schneller zu verbiegen oder zu wackeln. Optimal ist, wenn sie an die Topfwand verschweißt sind.

    Wie pflege ich Kochtöpfe richtig?

    Auch Kochtöpfe lassen sich pflegen, damit sie langlebig und ansehnlich bleiben. Allerdings kommt es hier auf die jeweilige Materialauswahl an. Bei Modellen aus Edelstahl genügt es, ein spezielles Edelstahlpflegemittel zu verwenden, welche nach einer gründlichen Reinigung hin und wieder aufgetragen wird. Es schützt das Material und versiegelt es effektiv gegen äußere Einflüsse. Weiterhin gibt es Töpfe aus Gusseisen, die am besten ab und zu mit einem Tropfen Öl gepflegt werden. So wird das Material nicht nur glänzender, sondern auch gepflegter und robuster.

    Kochtopf putzen Am besten sollten Kochtopfe rasch nach dem Kochen gereinigt werden - solange die Essensreste noch nicht eingetrocknet sind. Foto: Pressmaster via Shutterstock.

    Wer lange Freude an seinen Kochtöpfen haben möchte, sollte sich also die Zeit nehmen und regelmäßig eine kurze Pflege durchführen - es lohnt sich ganz sicher.